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Auto und Motorrad 03.08.2010 16:02

MPU wird oft zu leichtfertig angeordnet - Behördenwillkür


Vielen ist garnicht wirklich bewusst, wie umfangreich schlimm die Folgen einer MPU sein können. Denn es geht dabei nicht um eine paar doofe Fragen die den Autofahrer dabei gestellt werden. Vielmehr verurteilt der Idiotentest diejenige Person knallhart und man ist für lange Zeit gebrandmarkt und gehört ab diesem Moment zur untersten Schicht in unserer Gesellschaft.
Abgesehen auch von den immensen Kosten die auf einen Zukommen, wenn man einen MPU also Idiotentest machen muss. Dabei ist es zunächst mal egal, ob derjenige illegale oder legale Drogen wir Alkohol konsumiert hat. So wird die betroffene Person am Ende über 3000,- Euro an Arztkosten und sonstigen Schnickschnack gezahlt haben und nach eine Gehirnwäsche beim Psychiater irgendwann evtl. den Führerschein wieder zu bekommen.
Also in der Deutschen Justiz wird so mancher krimineller leichter bestraft!


Aber bleiben wir erst mal bei den negativen Folgen einer MPU
Zunächst muss man dem Verkehrspsychologen erklären, wieso und warum man Alkohol dringt oder wie es denn dazu kommen konnte, Drogen zu konsumieren. Die typische und logische Argumentation, wie wir sie in normalen Gesprächen tun würde, sollte man beim Test tunlichst vermeiden. Denn laut den Psychologen leben wir in einer Welt wo illegale und legale Drogen einfach nicht in unsere Gesellschaft gehören und wir diese nie wieder konsumieren werden. Bis man also alle Vorbereitungen für den Test gemacht hat und den Test gar am Ende bestanden hat, hat man eine Gehirnwäsche hinter sich und fragt sich selbst,
warum muss ich mich selbst und unsere Gesellschaft so belügen?

Nun ja, man will ja seinen Führerschein wieder haben und genau da liegt das Problem für viele Leute. Der Führerschein ist mittlerweile lebensnotwendig und oft löst der Verlust des Führerscheins eine Kettenreaktion aus und man verliert auch seinen Job. Wenn man dann den Job noch weg hat, wird man kaum etwas neues finden, da man ja keinen Führerschein hat und man nur schwer von A nach B kommen kann. Der Verlust der Arbeitsstelle bedeutet auch verlust des Geldes. Und wenn man vorher schon knapp bei Kasse war, dann wird es verdammt schwer ohne Job die Kosten für die medizinisch- psychologischen Untersuchung irgendwie bezahlen zu können.
Wer nun sowieso schon finanzielle Probleme hatte rutsch so automatisch in einen Teufelskreis aus dem kaum entkommen kann.

Im Jahre 2009 wurden rund 106.000 Autofahrer laut der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) zu einer MPU verdonnert.
Dies ist auch in den meisten Fällen irgendwo gerechtfertigt. Aber erschreckend sei, dass bei gut 10 Prozent der Verurteilten die Anordnung zur MPU höchst zweifelhaft sei, hat die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV) bemängelt und sind so dem deutschen Behördenwillkür hilfslos ausgeliefert.

Ein leitender Verkehrspsychologe von der DEKRA in Berlin wirft auch den Führerscheinstellen vor, ihre Macht auszunutzen.
Und dieser Vorwurf ist nicht ohne Grund, denn es gab schon Fälle wo die Führerscheinstelle offensichtlich ganz bewusst Ihre Macht ausnutzt und bei Leuten eine MPU angeordnet hat, wobei nur eine böswillige Ehefrau vage Angaben bzgl. Ihres Mannes gemacht hat, dass dieser gelegentlich Drogen konsumiert hätte. Diese Aussage der Frau wurde in keinster Weise geprüft um zunächst festzustellen, ob dieses Gerücht auch der Wahrheit entspricht.

Die Folgen für den angezeigten Mann sind nun gravierend, egal ob er nun wirklich gelegentlich legale Drogen wie Alkohol oder illegale wie Marihuana konsumiert. Selbst wenn er absolut sauber ist und noch nicht mal morgens Kaffee trinkt, so wird diese MPU-Anordnung eine teure Sache und der Führerschein ist erst mal weg!!!
(Behördenwillkür auf blosem Verdacht!)

Denn solange kein MPU-Gutachten vorliegt, gilt man automatisch als fahruntüchtig und verliert sofort seinen Führerschein.
Dieser Fall wird auch von angesehenen Mitarbeiter der DAV kritisiert, denn die Autofahrer können sich rechtlich garnicht gegen die MPU-Anordnung wehren. Selbst wenn man wie in dem Beispiel völlig unschuldig ist und einen sehr guten Anwalt als Freund hat, wird man bei einer fehlerhafter MPU-Anordnung seinen Führerschein für mindestens acht Wochen verlieren!


Wurde erst mal die MPU-angeordnet ist man dem Behördenwillkür ausgeliefert
Es wäre schon schlimm genug, dass die Behörden oft widersprüchliche Angaben machen, wenn es um die verlangte Abzinenz geht und man nirgendwo Hilfe bekommt und konkrete Angaben, wie und wielange denn so die verschiedenen Nachweiszeiten etc sind.
Am Ende wird man selbst feststellen wie unterschiedlich die Aussagen der Ärzte, Psychologen und vor allem die der Führerscheinstelle sind und sich wirklich denken „.... wer ist nun hier nicht normal!?“

Stellen sie sich einfach vor, sie arbeiten also mehrer Monate mit einem Psychologen zusammen. Der hilft ihnen dabei mit Ihrem Problem zurecht zu kommen und kann sie über den gesamten Zeitraum beobachten und vor allem kennen lernen. Der Psychologe weis am Ende wer sie sind und kann sie einschätzen.

Aber am Tag der MPU-Prüfung sitzen sie einem wildfremden Menschen gegenüber! Nun versuchen sie diesen mal davon zu überzeugen, dass die früher ein schlechter Mensch waren und sich nun um 180 Grad gedreht haben und nie wieder sündigen werden.

Na hoffentlich haben sie auch an dem Tag ihre Sonntagshosen an, damit sie in den 30 bis 60 Minuten auch einen guten Eindruck machen. Denn immerhin hat diese Person, die über Ihren Führerschein und somit über Ihr Leben entscheidet nicht viel Zeit sie wirklich kennen zu lernen.
Sie haben keine Chance, keine Zeit diesem völlig Fremden Menschen vom Gegenteil zu überzeugen und können nur hoffen, dass er/sie genügend die letzten Tage Sex hatte (damit diese Person nicht schlecht gelaunt ist) und auch ansonsten sehr weltoffen ist und keine Vorurteile bei anderen Menschen bildet.
Na dann viel Glück!

Vorsicht gilt auch vor den MPU-Kursen
Hat man also in Flensburg mehr als 18 Punkte, saß mit über 1,6 Promille am Steuer oder wurde mit illegalen Zeugs erwischt der muss ein Fahrtauglichkeitsgutachten erbringen. Und selbst hier ist man nicht vor Betrug sicher.
Viele der MPU Vorbereitungskurse sind wahre Abzocker und helfen am Ende wenig. Diese so genannten MPU-Vorbereitungskurs kosten ungefähr 1000 oder 2000 Euro und werden nicht selten von unqualifizierten Personen angeboten. Dabei muss man eine Geschichte auswendig lernen, die man dann bei der MPU Anhörung dann vorträgt. Nur helfen diese Auswendig gelernten Geschichten oft wenig und die meisten fallen daher bei der 1. Idiotentest durch.
Es gibt sogar MPU-Helfer die für einen Kurs um die 10.000 Euro verlangen, weil sie ja ach so verschwiegen sind und ein psychologisches Diplom vorlegen. Aber diese Kursgebühren sind weit entfernt von der Realität und völlig übertrieben.

Egal wie sie sich am Ende für die MPU vorbereiten, wichtig ist dass sie diese auch als persönliche Chance sehen und den Gutachter davon überzeugen können, dass sie Ihre Gewohnheiten nun verbessert haben und ein guter Mensch geworden sind,
bis zum bitteren Ende – Amen!


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