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Gesellschaft und Service 25.08.2017 17:32

Die Feuerbestattung – was es zu beachten gilt

(Artikel mit 1 Seite)
Als eine der klassischen Beisetzungsarten in Deutschland wird oft die Feuerbestattung vorgenommen. Sie ist nicht an religiöse Vorgaben gebunden und vergleichsweise kostengünstig. Zudem bietet sie vielerlei Möglichkeiten in Bezug auf die anschließende Bestattung.

Ist bei einer Einäscherung ein Sarg zwingend erforderlich?

Als eine der klassischen Beisetzungsarten in Deutschland wird oft die Feuerbestattung vorgenommen. Sie ist nicht an religiöse Vorgaben gebunden und vergleichsweise kostengünstig. Zudem bietet sie vielerlei Möglichkeiten in Bezug auf die anschließende Bestattung. Neben dem üblichen Urnengrab ermöglicht die Einäscherung mehrere alternative und individuelle Beisetzungsformen. Ist die Wahl einmal getroffen, haben Angehörige in der Regel viele Fragen zur Vorbereitung: Muss ein Sarg gekauft werden? Welche Kleidung ist für die Kremierung vorgesehen? In der Hauptstadt bieten viele Bestatter ihre Dienste an, doch nicht jeder weiß mit den Unsicherheiten der Hinterbliebenen umzugehen. Um Antworten auf alle drängenden Fragen zu erhalten, sollte ausschließlich ein seriöses Bestattungsunternehmen für die Feuerbestattung in Berlin aufgesucht werden.

Ist bei einer Einäscherung ein Sarg zwingend erforderlich?

Tatsächlich besteht in Deutschland die sogenannte Sargpflicht. Das bedeutet: Der Verstorbene kann nur in einen Vollholzsarg gebettet, dem Feuer des Krematoriums übergeben werden. Diese Regelung beruht auf mehreren Gründen. Zum einen bleibt nur so die Pietät gewahrt. Indem man den Verstorbenen nicht mit bloßem Körper den Flammen anheimgibt, zollt man ihm den nötigen Respekt, der ihm auch noch im Tod gebührt. Zum anderen besteht der menschliche Körper etwa zu 70 % aus Wasser. Die große Hitze, die zur Verbrennung nötig ist, liefert das Holz des Sarges, das bei der Kremierung vollständig mit verbrennt.

Welche Kleidung kann der Verstorbene am Körper tragen?

In vielen Bundesländern herrscht die Praxis, den Verstorbenen nackt einzuäschern. Dies ist der zweiten Leichenschau geschuldet, einer abschließenden Untersuchung durch den Amtsarzt. Sie wird unmittelbar vor der Kremierung vorgenommen, um eine Fremdeinwirkung oder eine ungeklärte Todesursache auszuschließen, die weiterer Ermittlungen bedarf. Dazu ist eine vollständige Entkleidung notwendig. Oftmals wird die Kleidung danach nicht noch einmal angelegt, weil die Kremierung nur wenig später erfolgt. Die Kleidung verbleibt jedoch im Sarg und wird mit verbrannt.

Wer eine Einäscherung im unbekleideten Zustand in jedem Fall vermeiden möchte, wird bei einem seriösen Fachbestatter Gehör finden. Dieser kann es – unter Umständen mit einem Preisaufschlag – einrichten, dass der Verstorbene nach der Untersuchung wieder bekleidet wird.

Wenn Kleidung, dann aus schadstofffreien Naturfasern

Am einfachsten kann das Problem umgangen werden, wenn man sich für den Talar, das klassische Totenhemd, entscheidet. Dieses ist am Rücken offen, kann also für die Untersuchung leicht aufgeschlagen werden. Danach kann der Verstorbene ebenso schnell und unkompliziert wieder bedeckt werden. Zudem besteht es aus leicht brennbaren Naturfasern wie Baumwolle und ist daher die ideale Bekleidung für eine schadstofffreie Einäscherung.

Eigene Kleidung wird vielerorts nicht angenommen, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass Chemikalien bei der Verbrennung in die Umgebungsluft abgegeben werden. Unter Umständen lassen sich Bestatter und Krematorium auf spezielle Wunschkleidung ein, sofern sie die entsprechenden Kriterien erfüllt. In jedem Fall empfiehlt es sich, vorab Erkundigungen bei dem zuständigen Bestatter und dem Krematorium einzuholen, da die Bestimmungen je nach Bundesland unterschiedlich ausfallen.

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