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Wohnen und Immobilien 16.05.2018 11:53

Wie verhält man sich bei einem Mietmangel richtig?

(Artikel mit 1 Seite)
Informieren Sie sich als Mieter über Mietmängel im Mietrecht: Wann liegt ein Mietmangel vor? Richtiges Handeln bei einem Mietmangel und Empfehlungen bei einem Mietmangel.

Wann und wie soll ich meinen Vermieter über einen Mietmangel informieren?

Mietmängel gehören zu den häufigsten Gründen für Auseinandersetzungen zwischen dem Mieter und Vermieter. Grundsätzlich ist der Vermieter verpflichtet, die Wohnung beziehungsweise das Haus dem Mieter in einem Zustand zu überlassen, der zur beabsichtigten Nutzung geeignet ist. Treten Mängel auf, wollen viele Mieter die Miete kürzen. Dabei sollte aber einiges beachtet werden. Und selbst wenn die Miete nicht gekürzt wird, muss gehandelt werden, damit der Mietmangel so schnell wie möglich beseitigt werden kann.

Wann liegt ein Mietmangel vor?

Gemäß § 536 BGB liegt ein Mietmangel vor, wenn die gemietete Sache nicht mehr oder in erheblichem Maße gemindert zum Gebrauch gemäß Vertrag taugt. Bei Mietwohnungen oder -häusern bedeutet dies eine erhebliche Abweichung des aktuellen Zustands vom vereinbarten Zustand. Mietmängel können beispielsweise Schimmel, Baulärm, eine defekte Heizung, kein warmes Wasser oder eine Lärmbelästigung aus der Nachbarwohnung sein. Es muss also nicht zwangsweise der Vermieter für den Mangel verantwortlich sein, damit ein Mietmangel vorliegt und der Vermieter handeln muss, beziehungsweise eine Mietminderung möglich ist. Abhängig davon, wie stark die vereinbarte Nutzung eingeschränkt ist, kann die Miete so lange gemindert werden, bis der Mangel durch den Vermieter beseitigt wurde.

Handeln bei einem Mietmangel

Der Mieter ist verpflichtet, den Vermieter über die aufgetretenen Mängel zu informieren. Diese Information kann telefonisch erfolgen, eine schriftliche Benachrichtigung lässt sich aber im Streitfall beweisen. Hat der Mieter die Mängel selbst herbeigeführt, ist er schadensersatzpflichtig. Ansonsten ist der Vermieter verpflichtet, sich unverzüglich um die Beseitigung der Mängel zu kümmern. Wenn dem Vermieter die Mängel nicht angezeigt werden, ist eine Mietminderung oder ein sonstiger Schadensersatz unzulässig. Diese Informationspflicht ist in der Regel auch im Mietvertrag verankert. Sollte sich der Schaden verschlimmern, weil der Mieter den Vermieter nicht informiert hat, kann unter Umständen sogar der Vermieter Schadensersatz fordern. Dem Vermieter muss eine angemessene Frist gesetzt werden, in der dieser die Mängel beseitigen kann. Wie lang diese Frist dauert, ist von der Art des Mangels abhängig. Sobald die Meldung erfolgt ist, kann die Miete gegebenenfalls gemindert werden, wenn der Mangel schwerwiegend genug ist.

Empfehlungen bei einem Mietmangel

Bei einem Mietmangel kann es zu langen gerichtlichen Streitigkeiten um die Berechtigung der Mietminderung und die Höhe selbiger kommen. Wichtig ist daher, dass alle Handlungen genau dokumentiert werden, wie z.B. das Setzen der Frist und die Mangelmeldung, sodass diese im Zweifel bewiesen werden können. Insbesondere bei Lärmbelästigungen sollte zudem ein Lärmprotokoll geführt werden, wann welche Geräusche zu hören waren. Aber auch bei anderen Mängeln kann eine Dokumentation, etwa durch Fotos, helfen. So können auch etwaige Veränderungen festgehalten werden, wie beispielsweise eine Vergrößerung des Schimmelbefalls.

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