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Beruf und Karriere 15.08.2018 16:06

Was ist bei einer Abmahnung zu beachten?

(Artikel mit 1 Seite)
Eine Abmahnung ist im ersten Moment für Betroffene erschreckend und oft Vorbote einer Kündigung. Schnelles Handeln mithilfe eines Anwalts für Arbeitsrecht ist in diesem Fall unerlässlich.

Was ist eine Abmahnung und wie kann man darauf reagieren?

Eine Abmahnung sollte immer schnellstmöglich auf Rechtmäßigkeit geprüft werden, damit eine notwendige Reaktion innerhalb der gesetzlichen Fristen erfolgen kann. Kompetente Beratung erhalten Potenzielle Mandanten bei einem Anwalt für Arbeitsrecht. Bei einer Abmahnung können diese prüfen, ob die Abmahnung gerechtfertigt ist und welche Maßnahmen mithilfe des Rechtsbeistandes eingeleitet werden sollten.

Definition der Abmahnung

Die Abmahnung ist im Arbeitsrecht ein förmlicher Ausdruck über ein Fehlverhalten bzw. eine Missachtung des Arbeitsvertrages seitens des Arbeitnehmers – manchmal auch des Arbeitgebers. Das Fehlverhalten muss klar artikuliert – vor allem in Schriftform – und zudem zeitlich benannt werden. Ein solches Vergehen des Arbeitnehmers sollte in einer eindeutigen Darstellung niedergeschrieben werden. Im gleichen Zuge wird der Arbeitnehmer aufgefordert, dieses Verhalten in Zukunft zu unterlassen. Darüber hinaus wird in einer Abmahnung die Androhung arbeitsrechtlicher Konsequenzen im Falle einer Wiederholung des Fehlverhaltens vermerkt. Letzteres unterscheidet eine Abmahnung von einer Ermahnung. Bei einer Ermahnung ist formal keine Schriftform notwendig, sondern diese kann auch mündlich erfolgen und wird in der Regel ausgesprochen, wenn das Fehlverhalten korrigiert werden soll, ohne dass eine mögliche Kündigung angestrebt wird.

Bedeutung im Arbeitsgesetz

Im Arbeitsrecht hat die Abmahnung eine rechtliche Bedeutung für den Arbeitnehmer. Wiederholt der Arbeitnehmer das bereits begangene Fehlverhalten, so kann dies Grund genug für eine verhaltensbedingte Kündigung sein. Die Abmahnung hat dabei das Ziel, dass der Arbeitnehmer sein fehlerhaftes Verhalten verbessern kann und nicht unvermittelt gekündigt wird. Eine Ausnahme bildet dabei ein Fehlverhalten, das ein Fortführen des Beschäftigungsverhältnisses unzumutbar für den Arbeitgeber gestalten würde.

Möglichkeiten der Gegendarstellung

Der Arbeitnehmer hat die Möglichkeit, sich gegen eine Abmahnung zu wehren. Dies ist in Anbetracht der möglichen Folgen einer Abmahnung relevant und sollte daher immer geprüft sowie in Betracht gezogen werden. Man hat hierbei die Möglichkeit, eine Gegendarstellung zu verfassen. Diese muss dann ebenso wie die Abmahnung in der Personalakte hinterlegt werden. Eine Gegendarstellung sollte möglichst zeitnah erfolgen, eine Frist besteht jedoch nicht. Ein Gespräch mit dem Vorgesetzten kann ebenfalls sinnvoll sein, um das Problem aus der Welt zu schaffen. Gibt es Zeugen für den Vorfall, sollten diese so früh wie möglich genannt und zu dem Vorfall befragt werden.

Gegen eine ungerechtfertigte Abmahnung kann vor dem Arbeitsgericht geklagt werden. Um das Verhältnis zum Arbeitgeber allerdings nicht irreparabel zu schädigen, sollte erst als letztes auf den gerichtlichen Weg zurückgegriffen werden. Eine außergerichtliche Einigung ist stets zu bevorzugen.

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