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Arbeitsmarkt 29.11.2016 11:58

Solvency II: Erste Langfristfolgen sind spürbar


Kaum greift die neue Eigenkapitalregelung Solvency II, haben sich die deutschen Versicherer schon eine erste Meinung zum Erfolg gebildet. Vor wenigen Tagen trafen sich die Vertreter des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit Teilnehmern aus der Politik und der Finanzaufsicht. Jetzt ist es an der Zeit, Erfahrungen zu sammeln und Nachjustierungen vorzunehmen, so die einhellige Ansicht. Die Regelungen werden Auswirkungen für die Zukunft haben, doch bisher ist noch nicht klar, wie sich die Versicherungswirtschaft hier richtig positionieren kann.

In schwierigen Märkten behauptet
Das neue Versicherungsaufsichtsregime Solvency II greift seit Januar 2016. Das Marktumfeld gestaltet sich als schwierig, vor allem die immer wieder drohenden Negativzinsen sind Grund genug dafür, langfristige Übergangsregelungen zu fordern. So hat sich der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft kürzlich geäußert, dass es bis zum Jahr 2032 einen Übergangszeitraum geben muss, in der die Versicherer ihre Eigenkapitalausstattung nach den neuen Vorgaben Schritt für Schritt aufstocken werden. Aus der Politik hörte man zeitgleich, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) im nächsten Jahr auf Einsicht in die Solvabilitätszahlen drängen werde, ohne dabei die Übergangsregelungen in Anspruch nehmen zu wollen. Noch zum Start von Solvency II im Januar vertrat man die Meinung, dass es keine Schwachstellen gebe. Deshalb war zum damaligen Zeitpunkt kaum verständlich, dass die Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (Eiopa) bereits jetzt für eine Reduzierung des Gleichgewichtszinses von bisher 3,7 Prozent auf nun 4,2 Prozent befürworte. Ein niedriger Wert spricht nämlich langfristig für höhere Rücklagen der Versicherer. Sogar die deutsche BaFin hält offenbar nichts davon, diesen Zins kurzfristig zu ändern.

Balance des Versicherungsmarktes gefordert
In der Konferenz wurde auch diskutiert, wie man die Aufgaben des Aufsichtsregimes in Zukunft genauer ausbalancieren könne. Es sei klar, dass kleine Unternehmen dadurch nicht überfordert werden dürfen. Deshalb darf Solvency II nicht zu einer Marktbereinigung führen, die kleine Versicherer vom Markt verschwinden lässt. Das Bundesfinanzministerium erklärte im Rahmen der Konferenz, man werde im nächsten Jahr beobachten, ob die Verhältnismäßigkeit am Markt noch gewahrt bleibt. Die Politik wird ein genaues Auge darauf halten, ob kleine Versicherer an den hohen Vorgaben für die Regulierung scheitern oder am Markt bestehen können. Aus der Bankenwelt wurde in diesem Zusammenhang bereits laut, dass erste Kredithäuser die Einführung der neuen schärferen Regelungen nicht verkraften konnten. Gleichzeitig ist nicht klar, wie man den Wettbewerb und die Balance zwischen großen und kleinen Anbietern besser halten könnte.

Lebensversicherungen müssen profitabel bleiben
Auch eine Regulierung von Abschlusskosten für Versicherungen stand erneut im Kreuzfeuer. Einerseits ist von sinkenden Provisionen die Rede, andererseits sollten Bestandsprovisionen erhöht werden. Gleichzeitig steht die Forderung im Raum, dass die Versicherer nach neuen Kapitalanlageprodukten suchen müssen und nicht länger im Niedrigzinsumfeld investieren sollen. Dennoch soll beim Versicherten Vertrauen geweckt werden, dass die wichtige kapitalgedeckte Altersvorsorge weiterhin am Markt Bestand hat. Es gibt also eine ganze Reihe von Forderungen an die Versicherungswirtschaft und von den Versicherern an die Politik, die in den nächsten Monaten und Jahren diskutiert werden. Es bleibt abzuwarten, wie die Gesellschaften sich mit den neuen Vorgaben am Markt positionieren können.

Weitere aktuelle News zu den Themen Finanzen und Versicherungen findet man auf https://www.transparent-beraten.de/magazin/


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